Simona Kruses Elternhaus steht nur 200 Meter vom Sperrzaun entfernt. In einem Autotank gelingt ihr die Flucht in den Westen. Bei Menschen und Schlagzeilen trifft sie nun ihre Fluchthelferin Stella Fabiano wieder.
Die Grenze bestimmte ihr Leben. Simona Kruses Elternhaus steht nur 200 Meter vom Sperrzaun entfernt, der die DDR von der Bundesrepublik auf der anderen Seite trennt. Sie selbst wächst im Schatten von Wachtürmen und Stacheldraht auf. Die junge Frau hat Sehnsucht nach einem Leben in Freiheit. Um von der Schule nach Hause zu kommen, braucht Simona sogar einen Passierschein. Eigentlich will sie Architektur studieren. Obwohl sie gute Noten hat, wird sie immer wieder abgelehnt. 1985 lernt Simona die Italienerin Stella Fabiano kennen. Sie ist in die DDR gekommen, um als Dolmetscherin beim Aufbau eines Mineralölwerks zu helfen. Die Italienerin Stella ist für die eingesperrte Simona das Sinnbild von Freiheit. Die beiden Frauen werden Freundinnen und fassen einen gefährlichen Plan: Simona soll in einem umgebauten Autotank über die Grenze gebracht werden. Niemand bemerkt ihre Vorbereitungen. An einem Tag im September 85 geht es früh morgens los. Die beiden Frauen riskieren mit ihrer waghalsigen Aktion ihr Leben. Die Flucht gelingt, die Grenzposten bemerken nicht, dass die Italienerin statt viele Liter Benzin eine DDR-Bürgerin mit nach Niedersachsen nimmt. Durch unglückliche Umstände verliert Simona ihre Helferin und Freundin kurze Zeit später aus den Augen. Menschen und Schlagzeilen ist es nach 24 Jahren gelungen, die Italienerin ausfindig zu machen...
Link zur Sendung: http://www3.ndr.de/sendungen/menschen_und_schlagzeilen/media/menschenundschlagzeilen134.html
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